Barolo - Arborina D.O.C.G. Elio Altare 2018 1,5l
| PLU-Nr | | 78398 |
| Jahrgang | | 2018 |
| Weinart | | Rotwein |
| Land | | Italien |
| Anbaugebiet | | Piemont |
| Erzeuger/Abfüller | | Elio Altare |
| Erzeuger/Winzer | | Elio Altare, Frazione Annunziata 51, IT-12064 La Morra |
| Rebsorte | | Nebbiolo (100%) |
| Prädikat | | D.O.C.G. |
| Geschmacksrichtung | | Trocken |
| Alkoholgehalt | | 15,00 % |
| Verkaufseinheit | | 1.5 Liter |
| Preis/Grundeinheit | | 126,33 € / Liter |
Beschreibung
Das Weingut Elio Altare in La Morra im Piemont ist eines der einflussreichsten und renommiertesten Weingüter des Barolo. Elio Altare gilt als einer der Väter der modernen Barolo-Bewegung, die in den 1980er Jahren die Weinbereitung im Piemont nachhaltig veränderte. So brach er mit den Traditionen seiner Vorfahren und kürzte die Maischestandzeiten drastisch, verabschiedete sich von den großen alten Holzfässern und setzte auf kleine französische Barriques. Seither steht der Name Altare für einen Barolo-Stil, der Eleganz, Trinkbarkeit und aromatische Klarheit in den Vordergrund stellt, ohne dabei an Tiefe und Langlebigkeit einzubüßen. Heute wird das Gut von seiner Tochter Silvia geführt. Die Arbeit im Weinberg erfolgt mit großem Respekt vor der Natur. Die Weine von Altare sind keine kraftstrotzenden, harten Baroli alten Schlages, sondern vielmehr elegante, seidige, zugängliche Weine, die ihre Herkunft dennoch präzise und charaktervoll ausdrücken.
Die Lage Arborina ist eine der renommierten Crus in der Gemeinde La Morra, einer der höchstgelegenen und elegantesten Gemeinden des gesamten Barolo-Gebiets. La Morra liegt im westlichen Teil des Barolo-Hügels und ist bekannt für Weine, die sich durch feine, duftige Eleganz, seidige Tannine und eine bemerkenswerte Zugänglichkeit auszeichnen – im Gegensatz zu den kraftvolleren, strukturierteren Weinen aus Serralunga d'Alba oder Monforte d'Alba. Die Böden in Arborina sind maßgeblich von Lehm und Kalkstein geprägt, die für den Charakter der La-Morra-Weine von zentraler Bedeutung ist. Dieser Boden speichert Wasser gut und sorgt für eine gleichmäßige Nährstoffversorgung, was besonders in warmen Jahrgängen wie 2018 wichtig ist. Er verleiht dem Nebbiolo seine typische feine, mineralische Würze, eine seidige Tanninstruktur und eine duftige, fast ätherische Frucht. Arborina liegt in einer guten Höhenlage, die für kühle Nächte sorgt, welche wiederum für Frische und Aromenfeinheit im Wein sorgen. Gerade diese Kombination aus Mergelboden, Höhenlage und dem milden Mikroklima von La Morra macht Arborina zu einer Herkunft, die Riesling von einer ausdrucksstarken, aber stets eleganten und zugänglichen Seite zeigt.
Die Vinifikation des 2018er Barolo Arborina folgt der bewährten, modernen Handschrift des Hauses Altare. Nach sorgfältiger Handlese werden die Trauben entrappt und in temperaturkontrollierten Edelstahltanks vergoren. Im Gegensatz zu traditionellen Barolo-Erzeugern setzt Altare auf eine kürzere Maischestandzeit, wodurch weniger Tannin und Farbe extrahiert wird und der Wein weicher, zugänglicher und eleganter wird. Die Gärung erfolgt kontrolliert bei moderaten Temperaturen, um die feinen, duftigen Aromen der Nebbiolo-Traube zu bewahren und keine harten, bitteren Noten zu extrahieren. Anschließend reift der Wein für 24 Monate in französischen Eichebarriques– ein wesentliches Stilmerkmal des Hauses. Altare verwendet dabei eine Kombination aus neuen (20 %) und gebrauchten Barriques, wodurch der Wein zwar Tiefe, Würze und Struktur erhält, die Holznote jedoch nie dominant oder aufdringlich wird. Der Einsatz von französischer Eiche anstelle der traditionellen großen slawonischen Eichenfässer ist ein bewusster Stilentscheid und ein zentraler Aspekt der Altare-Philosophie: Der Wein soll fein, seidig und ausdrucksstark sein, nicht rustikal oder hart. Vor der Abfüllung reift der Wein noch einige Monate in der Flasche, um sich zu harmonisieren und abzurunden.
In der Nase zeigt sich der 2018er Barolo Arborina sofort als typischer La-Morra-Barolo: duftig, fein und von großer aromatischer Klarheit. Rote Kirschen, Himbeeren, saftige Pflaumen und feine Rosenblüten dominieren, begleitet von einem Bouquet aus Trüffel, Leder, Tabak, feinen Gewürzen und einer mineralischen, fast kreidigen Würze. Hinzu kommen Noten von Lakritz, etwas Anis und ein feiner, würziger Hauch, der vom Barrique-Ausbau stammt, ohne sich aufzudrängen. Das Aromenbild ist präzise, einladend und verführerisch – nicht dunkel und schwer, sondern hell, fein und von einer fast lichten Eleganz, die sofort die Handschrift von La Morra und die Stilistik des Hauses Altare erkennen lässt. Mit zunehmender Belüftung im Glas entfalten sich zusätzliche Noten von getrockneten Kräutern, etwas Nieselregen nach einem warmen Tag und einem feinen, mineralischen Unterstrom, der den Wein weiter vertieft.
Am Gaumen präsentiert sich der 2018er Arborina kraftvoll, aber fein und mit einer bemerkenswerten Eleganz, die für La Morra so typisch ist. Die Frucht ist saftig und präsent – Kirschen, Himbeeren und Pflaumen in einer klaren, aber nicht überbordenden Form – und wird von einer seidigen, feinkörnigen Tanninstruktur getragen, die dem Wein Rückgrat und Länge verleiht, ohne ihn hart oder unbarmherzig zu machen. Diese seidige, weiche Tanninstruktur ist ein Markenzeichen der Weine von Elio Altare und der La-Morra-Herkunft, die sich deutlich von den markanter, festeren Tanninen der Baroli aus Serralunga oder Monforte unterscheidet. Der Wein besitzt eine gute Dichte und Substanz, wirkt dabei jedoch niemals schwer oder breit, sondern stets fokussiert, präzise und mit einer lebendigen, frischen Säurestruktur, die dem Wein Spannung und Frische verleiht. Der Abgang ist lang, würzig und mineralisch, mit einem feinen, leicht balsamischen Nachhall, der an Trüffel und Kräuter erinnert und die Herkunft des Weins eindrucksvoll unterstreicht.
Dieser Barolo ist ein hervorragender Begleiter zu einer Vielzahl von Gerichten, die seine Eleganz und seine seidige Tanninstruktur aufgreifen, ohne ihn zu überdecken. Sehr überzeugend harmoniert er mit klassischen piemontesischen Gerichten wie Tajarin, den feinen, Ei-basierten Nudeln der Region, insbesondere mit Trüffelsauce oder mit einem feinen Ragù. Auch zu Vitello Tonnato, dem klassischen geschmorten Kalbfleisch mit Thunfischsauce, zeigt der Wein seine große Klasse – die feine Säure und die seidige Tanninstruktur des Weins greifen die Cremigkeit der Sauce elegant auf. Zu geschmortem Fleisch wie Brasato al Barolo, zu Lammkeule mit Rosmarin oder zu einem feinen Rinderschmortopf mit Wurzelgemüse harmoniert der Wein hervorragend, da die würzige Mineralität und die weiche Tanninstruktur des Weins die Röstaromen und die Tiefe des Geschmacks der Gerichte schön ergänzen. Auch zu Pilzgerichten – etwa Risotto mit Steinpilzen oder gebratenen Pfifferlingen – zeigt der Wein eine besondere Affinität, da die erdigen, würzigen Noten des Weins und der Pilze sich gegenseitig verstärken. Zu gereiftem Hartkäse wie Parmigiano Reggiano oder einem gereiften Castelmagno bildet der Wein ein exzellentes Gegenspiel aus Frucht, Würze und Mineralität.
Der 2018er Barolo Arborina von Elio Altare ist ein Paradebeispiel für zeitlose Klasse und Eleganz aus La Morra. Er bricht mit dem Vorurteil, dass Barolo in der Jugend unnahbar und bitter sein muss. Stattdessen liefert er ein wunderbar saftiges, florales und druckvolles Trinkerlebnis, das die Wärme des Alkohols meisterhaft in ein engmaschiges Tanningerüst einbindet. Er ist kein lauter, kraftstrotzender Barolo, sondern ein Wein von feiner Frucht, klarer Struktur und großer innerer Balance, der bereits in seiner Jugend zugänglich und genießbar ist, aber durchaus das Potenzial besitzt, über viele Jahre hinweg an Tiefe und Komplexität zu gewinnen. Ein Barolo im klassischen Stil des Hauses Altare – elegant, seidig, präzise und mit einer Herkunftstreue, die ihn als einen der feinsten Vertreter der La-Morra-Schule ausweist.